"Bilde dich selbst, und dann wirke auf andere durch das, was du bist." WILHELM VON HUMBOLDT
In der Reihe INTERRELIGIÖSE STADTSPAZIERGÄNGE durch Jena
Die Christengemeinschaft wurde 1922 in Dornach (Schweiz) gegründet. Sie versteht sich als „Bewegung für religiöse Erneuerung“ und geht auf Impulse von Rudolf Steiner (1861-1925) zurück. Steiner, der Begründer der Anthroposophie, hat viele Bereiche unserer Kultur inspiriert. So z.B. die Waldorfpädagogik, die Bio-Landwirtschaft („Demeter“), die Kosmetik („Weleda“) sowie Kunst und Architektur. Seine Bedeutung wird zumeist unterschätzt.
Die Gottesdienste der Christengemeinschaft („Menschenweihehandlung“) muten vergleichsweise fremd an. Grundlage des Glaubens ist zwar die Bibel, jedoch spielen Erkenntnisse aus der Anthroposophie eine große Rolle. Dabei ist umstritten, welchen Stellenwert diese anthroposophischen Anteile haben: Sind sie nur ein Hilfsmittel oder ist, wie Kritiker unterstellen, mit der Anthroposophie eine zweite Offenbarungsquelle neben die Bibel getreten? Die Christengemeinschaft weist diese Kritik zurück. Unstrittig ist jedoch, dass Steiner die zentralen Texte für die Christengemeinschaft verfasst hat. Die Christengemeinschaft versteht sich als Kultusgemeinschaft. Um zu diskutieren, was das heißt, treffen wir die Pfarrerin und Gemeindemitglieder in der Markuskirche der Christengemeinschaft in der Schaefferstr. 11.
Mobil 0162 320 75 66
e.meitz-spielmann@eebt.de
Leitung: Dr. Andreas Fincke, Hochschulpfarrer i.R. und Experte für Religions- und Weltanschauungsfragen mit Schwerpunkt auf Atheismus und Konfessionslosigkeit, aktiv im interreligiösen Dialog sowie Elisabeth Meitz-Spielmann (Regionalstellenleitung Jena, Evang. Erwachsenenbildung Thüringen)
Wann? Dienstag, 21. April 2026 , 19 Uhr (Eine Anmeldung bis 4. April 2026 erleichtert uns die Planung)
Wo? Christengemeischaft. Markuskirche, Jena, Schaefferstr. 11
Kosten: keine
Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Kirchenkreis Jena und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK)