REGION OST
 

Bildung und Begegnung

Christen in Nahost

Vier kulinarisch-liturgische Nachmittage mit Christinnen und Christen aus dem Orient

März bis Oktober 2018 in Gera

syrische Kirche
Wenn Bundespräsident Wulff im Jahr 2010 proklamierte, dass der Islam zu Deutschland gehört und seither die Debatte darüber anhält, so können die Augen nicht verschlossen werden, dass auch eine Vielzahl christlicher Geschwister ins Land gekommen sind und das nicht erst 2015 mit der Flüchtlingskrise. Die Geflüchteten aus dem Gebiet des Nahen und Mittleren Ostens sind Mitglieder alter christlicher Kirchen. Christlicher Glaube existierte dort in Folge der konziliaren Auseinandersetzungen im 5. Jahrhundert als syrisch-, armenischer und koptisch-orthodoxer Kirche.

Wir laden zu Studien- und Begegnungsnachmittagen mit Christinnen und Christen aus dem Orient ein und haben vier Kirchen ausgewählt, die in Gera besonders viele Mitglieder haben. Jeder Nachmittag besteht aus einem Vortrag, einem Gespräch und einer liturgischen Kostprobe. Manchmal halten wir zusammen die Vorabendmesse.
Außerdem wird es ein festliches Essen geben.

Termine

Sa, 10. März 2018 | 14 - 17 Uhr – Die syrisch-orthodoxe Kirche

Die syrisch-orthodoxen Christen gehören zu jenen Gläubigen, die ihren Gottesdienst im syrisch-mesopotamischen Sprachgebiet in der alten Sprache Syriac feiern. Das Zentrum der syrisch-orthodoxen Christen befand und befindet sich im Tur Abdin, in der heutigen südöstlichen Türkei. Dort spricht man Turoyo, einen Bergdialekt des Syrischen. Seit alters her entwickelte sich ein reges klösterliches Leben.
Ort: Gemeindesaal und Kirche St. Elisabeth, Kleiststr. 7, Gera

Sa, 2. Juni 2018 | 14 - 17 Uhr – Die armenisch-apostolische Kirche

Die armenische Kirche gilt als älteste Kirche der Welt. Die Armenier erlebten eine wechselvolle Geschichte. Christlicher Glaube und Nationalität gehören unverbrüchlich zusammen. Der Genozid durch die Türken Anfang des 20. Jahrhunderts verursachte einen Exodus der kilikischen Armenier. Bis heute wird um dessen Anerkennung gerungen; die Bundesrepublik hat die Ereignisse 2015 als Völkermord anerkannt.
Ort: Kirche St. Marien/Großer Saal Lutherhaus, Joliot Curie Straße 1a, Gera-Untermhaus

Sa, 1. September 2018 | 14 - 17 Uhr – Die eritreisch-orthodoxe Kirche

Die eritreisch-orthodoxe Kirche ist die jüngste unter den orientalisch-orthodoxen Kirchen. Ihre Geschichte ist auf das Engste mit den politischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts verknüpft. Erst seit 1998 ist sie eine autokephale Patriarchatskirche, und seitdem völlig eigenständig und unabhängig von ihrer Mutterkirche, der äthiopisch-orthodoxen Kirche, von der sie in Liturgie und Lehre aber nahezu ununterscheidbar ist.
Ort: Gemeindesaal und Kirche St. Elisabeth, Kleiststr. 7, Gera

Sa, 13. Oktober | 14 - 17 Uhr – Die rum-orthodoxe Kirche von Antiochien

Die rum-orthodoxe Christen gehören dem Patriarchat von Antiochien und dem gesamten Orient an und stehen in der Tradition der byzantinischen Reichskirche. Heute ist der Patriarchatssitz in Damaskus. Sie verstehen sich als verwurzelt im arabischen Kulturraum, wodurch sie bis heute Vermittler gerade auch im Gespräch mit dem Islam sind. Das Zentrum für christlich-muslimischen Dialog an der Universität Balamand ist dafür ein sichtbares Zeichen.
Ort: Kirche St. Marien/Großer Saal Lutherhaus, Joliot Curie Straße 1a, Gera-Untermhaus

Ausführliche Informationen finden Sie im Jahresprogramm der Ökumenischen Akademie Gera:

Jahresprogramm 2018 Ökumenische Stadtakademie Gera (pdf, 1.84 MByte)

Ansprechpartner: Dr. Frank Hiddemann, Tel 0365 - 230 75, f.hiddemann@eebt.de


 

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